Neuharlingersiel · Nordsee
Einer der ältesten noch fahrtüchtigen Fischkutter der deutschen Nordseeküste — ein lebendiges Stück maritimes Erbe seit 1956.
Das Schiff
Der Sperber lief 1956 auf der Schiffswerft Wilhelm Mews in Cuxhaven vom Stapel — damals ausgestattet mit einem innovativen 150 PS Modag-Motor und einer der ersten automatisierten Kochstraßen an Bord eines deutschen Fischkutters.
Über Jahrzehnte und mehrere Eigner hinweg fuhr er unter den Nummern NC 333, ACC 5 und schließlich NOR 203. Seit 2011 ist der Sperber aus dem kommerziellen Fischereiregister gestrichen und fährt als Freizeitschiff — ein schwimmender Zeitzeuge der ostfriesischen Küstenfischerei.
Vom Nordseewind gegerbt, von kundigen Händen gepflegt: der Sperber ist keine Kulisse, sondern ein fahrbereites Original.
Mittlerweile ist der Sperber aus der aktiven Fischerei ausgeschieden und fährt seit 2011 als reines Freizeitschiff. Erhalten wird er heute in Privathand — mit viel Eigenarbeit, Zeit und Herzblut. Wer dabei helfen möchte, den Sperber für kommende Generationen zu bewahren, kann hier direkt spenden.
Technische Daten
Geschichte
Impressionen
Was ihn besonders macht
Decksarbeiten
Ein hölzerner Kutter braucht ständige Pflege — besonders die Decksnähte. Bei den aktuellen Arbeiten wird traditionell kalfatert: Mit Kalfateisen und Kalfathammer wird Werg (eine Hanf-Faser) in die Fugen zwischen den Planken geschlagen und verdichtet. Anschließend werden die Nähte mit heißem Pech vergossen.
Diese Technik ist Jahrhunderte alt und macht den Rumpf wasserdicht, ohne ihm die nötige Beweglichkeit zu nehmen: Holzplanken arbeiten mit der Feuchtigkeit, und die Kalfatnaht muss diesem Quellen und Schwinden standhalten. Bei einem Fischkutter wie dem Sperber, der ganzjährig im Wasser liegt, wird das Werg besonders kräftig eingeschlagen.
Aktuelles
Der NDR hat den Sperber und seinen Eigner in Neuharlingersiel besucht. Im Beitrag der Sendung „Hallo Niedersachsen" geht es um die Rolle der traditionellen Krabbenfischerei für den Tourismus an der Nordseeküste — und um den Kampf, ein Stück maritimes Erbe lebendig zu halten.
Zum NDR-Beitrag →
Den Sperber erhalten
Der Sperber ist kein Museumsstück — er fährt, weil Hände ihn pflegen und Herzen an ihm hängen. Holzpflege, Abdichtung, Motorwartung: der Erhalt eines 1956er Kutters kostet Zeit und Geld. Mit deiner Spende via PayPal hilfst du direkt und unkompliziert.
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paypal.me/Sperber1956